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Wiechert, J. M., & Effer, N. (2001). Doppelfehlbildung bei einer landschildkröte – ein fallbericht. Der praktische Tierarzt, 87(11), 869–872. 
Added by: Sarina Wunderlich (25 Jan 2011 10:32:13 UTC)
Resource type: Journal Article
BibTeX citation key: Wiechert2001
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Categories: General
Keywords: Chelydra, Chelydra serpentina, Chelydridae, Emydidae, Schildkröten = turtles + tortoises, Testudinidae, Testudo, Testudo graeca, Trachemys, Trachemys scripta, Veterinärmedizin = veterinary medicine, Zeitigung = incubation
Creators: Effer, Wiechert
Collection: Der praktische Tierarzt
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Abstract     
Doppelmissbildungen sind selten und werden daher viel beachtet. Kürzlich berichtete sogar die BBC über eine Doppelmissbildung bei einer Landschildkröte Über die Häufigkeit von Doppelmissbildungen bei Schildkröten gibt es kaum Untersuchungen. Eine der wenigen Untersuchungen findet sich bei Tucker und Jansen (1995). Hier wurden 1289 Eier von Schnappschildkröten (Chelydra serpentina) und 4943 Eier von Rotwangenschildkröten (Trachemys scripta elegans) auf die Häufigkeit von Zwillingen untersucht. Nur bei den Rotwangenschildkröten fanden die Verfasser unter insgesamt zehn Zwillingen überhaupt zwei Doppelmissbildungen. Auer et al. (2004) konnten bei 750 auf einer Schildkrötenfarm geschlüpften Maurischen Landschildkröten (T.graeca ibera) eine Doppelmissbildung feststellen. Je nach Art der Verwachsung teilt man die Doppelmissbildungen in Duplicitas completa (vollständig getrennte Wirbelsäulen) oder Duplicitas incompleta (streckenweise doppelt angelegtes Achsenskelett) ein. Die Teilung muss nicht symmetrisch sein, auch asymmetrische oder parasitäre Doppelmissbildungen kommen vor. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden diese Doppelmissbildungen oft ohne genaue Klassifizierung als „Siamesische Zwillinge“ bezeichnet. Die in der Literatur aufgeführten Einzelfalldarstellungen von „Siamesischen Zwillingen“ der Landschildkröten beschränken sich auf die Beschreibung der äußerlich erkennbaren Veränderungen (Auer 2004, Obst 1976, Mähn 1996). Durch das Auftreten einer Doppelmissbildung bei einer Maurischen Landschildkröte (Testudo graeca) im eigenen Praxisklientel war es möglich, Entwicklung und Verhalten zu verfolgen und die Anatomie einschließlich die der Leibeshöhle durch Röntgen, Computertomografie (CT) und Sektion genauer abzuklären.
Added by: Sarina Wunderlich  
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